BLOG

Feuerwerksverbot: Warum zahlt der anständige Bürger den Preis?

Datum geplaatst: 30 September 2026

Es gibt eine hartnäckige Lüge, mit der die Politik das landesweite Feuerwerksverbot rechtfertigt: „Wir müssen die Einsatzkräfte schützen.“ Natürlich müssen wir das. Jeder vernünftige Mensch ist sich einig, dass Rettungsdienst und Feuerwehr in Ruhe arbeiten können müssen. Gewalt gegen Einsatzkräfte ist widerlich und inakzeptabel. Doch die Behauptung, ein Feuerwerksverbot werde das lösen, beruht auf einer völlig falschen Annahme.

In Den Haag tut man so, als würde sich am 31. Dezember die ganze Niederlande in ein Kriegsgebiet verwandeln. Die Realität? Der anständige Bürger bewirft keine Polizeiautos. Die überwältigende Mehrheit der Feuerwerksfans räumt ihren Müll ordentlich auf und wünscht den Beamten auf der Straße ein frohes neues Jahr. Die Gewalt ist kein landesweites Problem, sondern ein lokales Kriminalitätsproblem. Warum wird das ganze Land kollektiv für die Verfehlungen einer kleinen Gruppe von Randalierern bestraft?

Die bekannten Viertel und die gescheiterten örtlichen Verbote

Wer die Auswertungen der vergangenen Jahre betrachtet, erkennt ein klares Muster. Seit Jahren eskaliert es in genau denselben Städten und denselben Vierteln. Mehr noch: In vielen Städten, in denen Einsatzkräfte in den vergangenen Jahren am heftigsten angegriffen wurden, galt bereits ein örtliches Feuerwerksverbot. Städte wie Rotterdam und Amsterdam haben schon gezeigt, dass ein Verbot auf dem Papier nichts bewirkt. Die Randalierer in den bekannten Problemvierteln scherten sich keinen Deut darum und warfen trotzdem mit illegalen Produkten aus dem Ausland.

Es ist die verkehrte Welt: Weil der Staat in einigen berüchtigten Straßen die Ordnung nicht durchsetzen kann, nimmt er den Bürgern im übrigen Land, wo es durchaus friedlich zugeht, ihre Tradition weg.

Die Backstein-Logik: Der Täter ist das Problem, nicht die Rakete

Was politische Entscheidungsträger einfach nicht verstehen wollen: Ein Verbot beseitigt die Aggression auf der Straße nicht. Ein Feuerwerksverbot erreicht lediglich, dass man dem anständigen Bürger sein legales Hobby nimmt. Die Randalierer auf der Straße ändern dadurch ihr Verhalten bestimmt nicht.

Wenn diese Randalierer kein Feuerwerk mehr finden, lösen sich ihre Aggression und Frustration nicht plötzlich in der Nachtluft auf. Dann nehmen sie eben einen Backstein, eine Gehwegplatte, eine Bierflasche oder eine Fahrradkette, um sie auf die Polizei zu werfen. Die Fahrzeuge der Einsatzkräfte werden dann genauso beschädigt. Das Problem war nämlich nie das Feuerwerk, sondern der Täter. Mit einem Feuerwerksverbot bekämpft man lediglich ein Symptom, während die eigentliche Ursache – der völlige Mangel an Respekt und Erziehung in diesen Vierteln – unangetastet bleibt.

Mit zweierlei Maß messen

Das Unbehagen der Bürger wächst noch, wenn wir betrachten, wie in anderen Situationen vorgegangen wird. Denken wir an die massiven Ausschreitungen, Plünderungen und Zerstörungen rund um die WM-Spiele Marokkos. Ganze Innenstädte wurden übernommen, schwere Feuerwerkskörper auf Polizisten geworfen und Einsatzkräfte gezielt angegriffen. Und was tat der Staat? Er setzte auf „Deeskalation“. Beamte mussten zurückweichen, aus Angst, die Lage weiter eskalieren zu lassen.

Sobald eine Gruppe von Randalierern groß und aggressiv genug ist, scheint der Staat vor Angst zu erstarren. Aber der anständige Bürger, der im eigenen Vorgarten eine Rakete startet? Ihn trifft sofort die volle Härte des Gesetzes.

Fazit: Ein Akt reiner Schwäche

Das landesweite Feuerwerksverbot ist das ultimative Armutszeugnis des niederländischen Staates. Weil die Polizei unter enormem Personalmangel leidet und der Politik der Mut fehlt, Problemviertel wirklich hart anzupacken, wählt sie den bequemen Weg. Verbiete das Produkt, dann brauchst du den Täter nicht zu ermitteln.

Das Ergebnis ist, dass die Gesetzlosigkeit in diesen bestimmten Vierteln bestehen bleibt – schließlich werfen sie künftig genauso leicht mit Backsteinen oder illegalen Produkten. Es ändert sich nur, dass Millionen anständiger Niederländer, die nie einer Fliege etwas zuleide getan haben, wegen ihres Hobbys kriminalisiert werden. Solange der Staat Randalierern ausweicht, aber rechtschaffene Bürger bestraft, ist das Feuerwerksverbot kein Akt der Gerechtigkeit, sondern ein Akt reiner Schwäche.

Ontdek meer bij VPU